Chirac erklärt Verzicht: Ende einer Ära in Frankreich
In Frankreich geht eine Epoche zu Ende, nicht unerwartet, nicht überraschend, von vielen gar seit langem schon herbeigesehnt. Jacques Chirac zieht sich aus der aktiven Politik zurück, in der Staatsführung gibt es – endlich! – Platz für neue Generationen. Das Aufatmen am Sonntagabend nach Chiracs Verzicht-Rede war hörbar: Fast alle zollten ihm höflich Respekt, meinten dann aber, es sei Zeit, «von den schönen Worten jetzt zu den Taten zu kommen». So formulierte es die sozialistische Präsidentschaftskandidatin Ségolène Royal, und ihre Konkurrenten im Rennen um Chiracs Sessel im Elysée denken gleich.
