Opfer der französischen Atomwaffenversuche sollen entschädigt werden
Anfang 2009 soll ein Gesetzesentwurf eingebracht werden, der eine Entschädigung der militärischen und zivilen Opfer der französischen Atomwaffenversuche zwischen 1960 und 1996 vorsieht. Die betroffene Bevölkerung in Algerien und Polynesien kann ebenfalls mit einer Entschädigung rechnen. Verteidigungsminister Hervé Morin erklärt, dass eine Liste mit Krankheiten aufgestellt wurde, für welche die radioaktive Strahlung verantwortlich ist. Die französische Vereinigung der Veteranen der Nuklearversuche, kurz AVEN, die sich seit langem für eine Entschädigung einsetzt, begrüßt das neue Gesetz. Allerdings befürchtet ihr Vorsitzender, dass die Liste der Krankheiten nicht weitgehend genug sei. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums nahmen an den Versuchen mindestens 150.000 zivile und militärische Mitarbeiter teil, wobei die Bevölkerung vor Ort noch nicht berücksichtigt ist.
