Sarkozy präsentiert Architektenvorschläge für Groß-Paris
Zehn Architekturbüros haben ihre Vorschläge für umfassende Projekte zur Neugestaltung von Groß-Paris eingereicht. Ihre Visionen der neuen Metropole sind ab sofort bis 22. November im Palais de Chaillot am Trocadéro zu sehen (freier Eintritt). Da die neuen Vorstädte in das Projekt integriert werden sollen, liegt ein Schwerpunkt auf dem Ausbau des Nahverkehrssystems, wofür Sarkozy 35 Milliarden Euro bereit stellt. 2012 wird mit dem Bau einer neuen vollautomatischen Metro-Linie, die „Große Acht“ (Grand Huit), begonnen, welche die Vororte und die Flughäfen mit der Stadt verbindet. Wichtiges Ziel der Neubauprojekte ist die Reduzierung des Treibhausgases, weshalb die Gebäude wenig Energie verbrauchen sollen, sowie die Begrünung. Nachhaltigkeit spielt eine große Rolle. Roland Castro schlägt eine Art „Central Park“ für La Courneuve in der Pariser Banlieue vor. Antoine Grumbach stellt die Seine in den Mittelpunkt seiner Planung und bezieht die gesamte Flusslandschaft bis Le Havre mit ein. Jean Nouvel will die bereits vorhandenen Hochhäuser mit Balkonen ausstatten, die begrünt werden. Bepflanzte Brücken sollen die einzelnen Hochhäuser miteinander verbinden, eine vertikal wachsende Ökostadt. Der Entwurf von Finn Geipel und Giulia Andi vom Berliner Architektenbüro enthält viele Parks und Wasserstraßen. Welche der Entwürfe ausgewählt werden, ist noch völlig offen.
