Franzose erhält höchstdotierten Wissenschaftspreis

Der mit mehr als einer Million Euro dotierte Templeton-Preis geht in diesem Jahr an den französischen Physiker und Wissenschaftstheoretiker Bernard d’Espagnat. Der 87 Jahre alte Forscher untersuchte unter anderem die philosophischen Auswirkungen der Quantenphysik. Er habe damit neue Einblicke in die Definition von Wirklichkeit und der möglichen Grenzen wissenschaftlicher Kenntnisse eröffnet, teilte die John Templeton Stiftung am Montag in Paris mit. Der mit einer Million Pfund (rund 1,08 Millionen Euro) dotierte Preis ist nach Stiftungsangaben die höchstdotierte wissenschaftliche Auszeichnung, die an eine Einzelperson vergeben wird. Selbst Nobelpreis-Gewinner müssen sich mit einem etwas geringeren Betrag zufriedengeben. D’Espagnat will mit dem Geld unter anderem Wohnungslose unterstützen und eine wissenschaftliche Arbeitsgruppe finanzieren. Etwa ein Drittel des Betrags möchte er für sich und seine Frau behalten. “Ich bin sehr alt. Meine Frau ist behindert. Wir werden das Geld nutzen, um so lange wie möglich in unserer Wohnung zu bleiben”, sagte er. “Ich denke, es wird eine Hilfe für uns sein. Ich hoffe es zumindest.”

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