Lebensgefährliche Algen an der bretonischen Küste
Wie ein Bericht des französischen Instituts für Umweltrisiken (Ineris) bestätigt, sind die grünen Algen an der bretonischen Küste lebensgefährlich für Tier und Mensch. Vor allem bei Ebbe setzen die Algen Schwefelwasserstoff frei. An einigen Stellen ist die Konzentration so hoch, dass schon wenige Minuten Einatmen der Gase ausreichen, einen Menschen zu töten. Ende Juli war ein Tierarzt bei einem Ritt über Algen am Strand bewusstlos geworden, sein Pferd brach tot zusammen. Premierminister François Fillon hat sich über die Lage vor Ort informiert. Die Algenpest ist nicht neu, sie ist seit der 70er Jahre bekannt. Grund sind in großer Menge ins Meer geschwemmte Düngemittel aus der Landwirtschaft. Umweltschutzorganisationen rufen dazu auf, Maßnahmen gegen die Nitratverschmutzung der Wasserläufe zu unternehmen. Die Gesundheitsministerin Roselyne Bachelot hat den betroffenen Gemeinden, Hilfe für die Strandreinigung zugesagt.
