Französische Literaturpreise vergeben
Die französisch-senegalesische Schriftstellerin Marie Ndiaye erhielt den renommierten Prix Goncourt für ihren Roman „Trois femmes puissantes“ (wörtl.: Drei mächtige Frauen), der im August erschienen ist und gleich zum Bestseller avancierte. Es geht um drei Frauenschicksale im Spannungsfeld zwischen Frankreich und dem Senegal. Marie Ndiaye wurde 1967 in Frankreich geboren, als Tochter eines senegalesischen Vaters und einer französischen Mutter. Mit 18 hat sie ihren ersten Roman veröffentlicht, dem bisher etwa zwanzig gefolgt sind.
Der Prix Renaudot ging an den 44 Jahre alten Frédéric Beigbeder für seinen autobiographischen Roman „Un roman français“ (Ein französischer Roman), ebenfalls im August erschienen. Der Kanadier Danny Laferrière erhielt einen weiteren der begehrten Literaturpreise im französischen Bücherherbst, den Prix Médicis. Die Jury zeichnete damit sein Werk „L’énigme du retour“ (Das Rätsel der Rückkehr) aus. Dany Laferrière wurde 1953 in Port-au-Prince geboren und lebt in Montréal und Miami. In seinen Romanen beschäftigt er sich mit den Themen Identität und Exil.













