Sarkozy und Merkel stärken die deutsch-französische Freundschaft
Nachdem Nicolas Sarkozy am 9. November an der Seite von Kanzlerin Merkel am Brandenburger Tor die Feierlichkeiten zum 20. Jubiläum des Mauerfalls verfolgt hatte, besucht ihn Merkel zwei Tage später in Paris. Am 11. November feiert Frankreich das Ende des Ersten Weltkriegs mit einer großen Parade am Arc de Triomphe. Merkel ist der erste deutsche Regierungschef, der an diesen Feierlichkeiten teilnimmt. Gemeinsam mit Sarkozy gedachte sie unter dem Triumphbogen am Grab des unbekannten Soldaten der Opfer des Krieges und legte einen Kranz nieder. In ihrer Rede betonte sie, dass die deutsch-französische Versöhnung „eine Gnade der Geschichte sei‟. Sie beendete ihre Ansprache auf Französisch mit den Worten: „Vive la France, vive l’Allemagne, vive l’amitié franco-allemande.‟ Ihr franzöischer Amtskollege hatte bei den Feierlichkeiten am 9. November auch einige deutsche Wörter in seine Rede integriert, „Wir sind Brüder, wir sind Berliner‟ sagte er. Sarkozy betonte, Frankreich wolle nicht den Sieg am Ende des Ersten Weltkriegs feiern, sondern einer Schicksalsprüfung gedenken und für Aussöhnung, Frieden und Freiheit eintreten.
