22. Juli 2009
Der Vorsitzende der Experten-Konferenz zur Klima-Abgabe, der ehemalige Premierminister Michel Rocard, kündigte heute an, dass die CO2-Steuer auf fossile Energie (Öl, Gas, Kohle) nächstes Jahr eingeführt werden soll. Jeden zweiten französischen Haushalt wird die Steuer 300 Euro im Jahr kosten. Ab 2010 soll eine Tonne CO2-Ausstoß 32 Euro Kosten, bis 2030 sind 100 Euro vorgesehen. Die Benzinpreise steigen voraussichtlich um 7,7 Cent pro Liter. Die neue Klima-Abgabe bringt dem franzöischen Staat 8,3 Milliarden Euro, wovon die privaten Haushalte für etwas mehr als die Hälfte aufkommen. Am Freitag stellt die Expertenkommission ihre Überlegungen dem Minister für nachhaltige Entwicklung, Jean-Louis Borloo, vor.
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22. Juli 2009
Am vergangenen Samstag fand in New York ein Wohltätigkeitskonzert anlässlich des 91. Geburtstags von Nelson Mandela statt. Die Einnahmen fließen in den von Mandela unterstützten Kampf gegen AIDS. Bei dem Konzert trat neben namhaften amerikanischen Künstlern auch Carla Bruni, die Gattin des französischen Präsidenten, auf. Die französische First Lady hatte zwar beteuert, dass sie während des Mandats ihres Mannes nicht auftritt, machte aber für diesen guten Zweck als Botschafterin der Weltstiftung für AIDS-Forschung eine Ausnahme. Sie trug zwei Lieder vor: „Quelqu’un m’a dit‟ und „Blowing in the wind‟.
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14. Juli 2009
Zum diesjährigen Nationalfeiertag begrüßt Sarkozy den indischen Premierminister Manmohan Singh, bei dem er selber im Januar 2008 zum indischen Nationalfeiertag zu Gast war. Am Morgen nimmt der Ehrengast am Aufmarsch auf den Champs-Elysées teil, bei dem auch 400 indische Soldaten beteiligt sind. Danach findet im Elysee-Palast ein Arbeitsessen statt. Frankreich gilt als bedeutender Lieferant von Atomtechnologie und Militärflugzeugen für Indien. Die traditionelle Gartenparty der Präsidentengattin fällt dieses Jahr kleiner aus. Die Anzahl der teilnehmenden Journalisten wurde auf 250 begrenzt, das sind nur ein Drittel im Vergleich zum Vorjahr.
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11. Juli 2009
Für die Seine-Insel im Vorort Boulogne-Billancourt, auf der das ehemalige Renault-Werk stand, hatten sechs Architekten Vorschläge eingereicht. Stararchitekt Jean Nouvel hat den Wettbewerb gewonnen und wird nun aus der Insel bis 2015 einen Ort für Kunst und Kultur machen. Neben einem Museum für zeitgenössiche Kunst und Galerien plant er ein Musikinstitut und Wohnungen für Künstler. Die 11,5 Hektar große Insel im Westen von Paris soll nicht nur Bewohner des Großraums Paris sondern auch Touristen anziehen.
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11. Juli 2009
Die französische Behörde für atomare Sicherheit ASN (Autorité de sûreté nucléaire) hat prinzipiell zugestimmt, die Laufzeiten von 34 von insgesamt 58 Reaktoren von 30 auf 40 Jahre zu verlängern. Bevor dies realisiert wird, will die Behörde allerdings jedes einzelne Atomkraftwerk überprüfen. Das Durchschnittsalter der französischen Reaktoren beträgt 23 Jahre. Zunächst sollen die beiden ältesten Reaktoren in Tricastin bei Avignon und in Fessenheim im Elsass gründlich durchgecheckt werden. Die Überprüfung eines Atomkraftwerks verursacht Kosten in Höhe von 50 Millionen Euro. Der Betreiber EDF schlägt vor, die Laufzeiten sofar auf 60 Jahre zu erhöhen.
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2. Juli 2009
Der Generaldirektor von Carrefour, Lars Olofsson, kündigte am Firmensitz Levallois-Perret an, dass die Supermarktkette bis 2012 4,5 Milliarden Euro einsparen will. Die Einsparungen betreffen vor allem die Bereiche Logistik, Betrieb der Kaufhäuser und die Werbeausgaben. Im Wesentlichen sind die vier Länder Frankreich, Spanien, Italien und Belgien betroffen. Insbesondere soll der Einkauf neu strukturiert werden. Durch eine Zentralisierung des Einkaufs europaweit und die Reduzierung des Angebots an Markenprodukten werden erhebliche Einsparungen erzielt. Desweiteren wird die Lagerzeit der Produkte von 37 Tagen auf 30 Tage im Jahr 2012 reduziert, was einen Gewinn von 1,4 Millionen Euro bedeutet. Das Ziel ist, weniger Kapital zu binden.
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28. Juni 2009
Nach einem Rückgang ist nun die Anzahl der Immobilienverkäufe wieder angestiegen. Ende 2008 erzielte eine Immobilienagentur zwei Verkäufe pro Monat, aktuell sind es durchschnittlich drei Verkäufe pro Monat. Laut einer Umfrage der Ifop über das Image der Immobilienmakler haben 68 Prozent der Franzosen eine schlechte Meinung über diese Berufsgruppe. In diesem Zusammenhang äußerte sich Guy Hoquet, Besitzer einer Franchisekette mit 580 Immobilienagenturen in Frankreich, über fallende Preise bei französischen Immobilien. Die Preise seien seit Januar 2008 um durchschnittlich 15 Prozent gefallen. Dabei seien die Preise bei den qualitativ hochwertigen Immobilien stabil geblieben. Sobald das Gebäude Mängel aufweise, seien die Preisverhandlungen schwierig. Diese Objekte verlieren schnell an Wert.
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24. Juni 2009
Sarkozys Ankündigung, dass acht Minister in seinem Kabinett ausgetauscht werden, sorgte am Dienstagabend für eine Überraschung. Das Kulturministerium übernimmt Frédéric Mitterrand, ein Neffe des ehemaligen Präsidenten der Republik. Michèle Alliot-Marie, kurz MAM, bisherige Innenministerin, wechselt ins Justizministerium. Ihr Nachfolger im Innenministerium wird Brice Hortefeux. Xavier Darcos, Minister für Bildung und Erziehung, wechselt zum Ministerium für Soziales. Sein Nachfolger wird der 44-jährige Luc Chatel. Weiterer Aufstiegskandidat ist Bruno Le Maire, Staatssekretär für europäische Angelegenheiten, der zukünftig das Ministeramt für Ernährung, Landwirtschaft und Fischfang übernimmt. Das neue Ministerium für Raumplanung geht an Michel Mercier, Zentrist und Senator im Département Rhône; der neue Industrieminister heißt Christian Estrosi, 53 Jahre, der bis März 2008 Minister für die überseeischen Gebiete war.
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24. Juni 2009
Burkas, d.h. Gewänder, die den ganzen Körper der Frauen verhüllen und nur einen Sehschlitz lassen, sind nach Ansicht Sarkozys ein Zeichen der Unterwerfung und Erniedrigung der Frauen. Er begrüßte die von Abgeordneten geforderte Einrichtung eines Untersuchungsausschusses zum Tragen der Burka. Obwohl in Frankreich die größte islamische Glaubensgemeinschaft Westeuropas lebt, sind Frauen in Burka im Straßenbild selten. Vor dem Parlament nannte Sarkozy die Burka ‟ein Gefängnis für die Frauen‟, sie seien vom sozialen Leben ausgeschlossen und in ihrer Würde verletzt. Die Burka per Gesetz zu verbieten, dürfte schwer sein, da der Staat keinen Einfluss auf die Kleidung Erwachsener im Straßenbild ausüben kann.
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19. Juni 2009
Beim französischen Reifenhersteller Michelin sollen 1093 Arbeitsplätze abgebaut werden, was allerdings ohne betriebsbedingte Kündigungen abgewickelt werden wird. Geschäftsleitung und Gewerkschaften handeln eine Vorruhestandsregelung aus. Das Unternehmen setzt auf eine Umstrukturierung. Insbesondere soll die Forschung und Entwicklung ausgebaut werden. Am Stammsitz in Clermont-Ferrant werden mehr als 100 Millionen Euro investiert, im dortigen Entwicklungszentrum sollen in den nächsten drei Jahren 1500 neue Arbeitsplätze entstehen. Opfer der Umstrukturierungsmaßnahmen wird das Werk in Seclin in Nordfrankreich, das geschlossen wird. Den 276 Beschäftigten werden Arbeitsplätze in anderen Michelin-Werken angeboten und Mobilitätshilfen gewährt.
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